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Mandalas und ornamentale Muster — Symbole der Ganzheit, Balance und Meditation. Bedeutung und Ästhetik im Tattoo.
Das Wort Mandala stammt aus dem Sanskrit und heißt schlicht ‚Kreis'. Im Hinduismus und im tibetischen Buddhismus ist es weit mehr als ein Muster: Es ist ein Modell des Kosmos und zugleich ein Werkzeug — eine Fläche, an der sich der Blick sammelt und die Aufmerksamkeit zur Mitte hin ordnet. Die Sandmandalas tibetischer Mönche werden nach Tagen der Arbeit bewusst wieder zerstört.
Aufgebaut ist ein Mandala streng: konzentrische Ringe um ein Zentrum, meist mit vierfacher Symmetrie. C. G. Jung sah darin ein Bild des Selbst und ließ Patienten solche Kreise zeichnen. Als Tattoo lebt das Motiv von präziser Dotwork- und Linienarbeit und schmiegt sich an runde Körperpartien an. Diese Kategorie behandelt Herkunft, Aufbau und Deutung ornamentaler Muster.